Acht Weihnachtswünsche will der VdK erfüllen. Die Vorsitzende Lilo Zastrow (rechts) sucht die Wunschzettel aus.  Fotos: Holger Handt

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24. November 2011

Aktion „Weihnachtswunschbaum“ gestartet

BAD HONNEF. (HH) Wer hat nicht schon einmal die strahlenden Augen eines Kindes gesehen, wenn es zu Weihnachten ein sehnlich gewünschten Geschenk auspacken kann. Ganz gleich ob eine Puppe, ein Spiel, ein Modellauto oder ein anderes Spielzeug, das nur einen recht geringen finanziellen Wert hat, für die Kleinen können solche Dinge zu Begleitern durch ein ganzes Kinderleben werden. Immer häufiger war es in der jüngsten Vergangenheit aber so, dass sich für Kinder aus sozial schwachen Familien solche Wünsche nicht erfüllt haben. Oftmals reicht das Geld nicht einmal für ein ausreichendes, gesundes Essen und wenn etwas Unvorhergesehenes dazu kommt, dann gerät der Familiäre Haushalt ganz aus dem Gleichgewicht - oft für Monate oder Jahre.

Daher haben die Mitglieder von „Hauptsache Familie – Bündnis für Bad Honnef”, das Jobcenter und die Stadtverwaltung Bad Honnef auch in diesem Jahr wieder zur Aktion „Weihnachtswunschbaum“ aufgerufen. Ziel dieser Aktion ist es, Kindern aus finanziell nicht gut gestellten Familien mit einem kl

Gemeinsam mit Anne Bialkowski (l.) und Beate Schaaf (r.) eröffnet Bürgermeisterin Wally Feiden die Aktion Weihnachtswunschbaum.

einen Geschenk ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten und so mitzuhelfen, dass das Weihnachtsfest auch für diese Kinder zu einem freudigen Erlebnis wird und in froher Erinnerung bleibt.

Im Foyer des Rathauses der Stadt Bad Honnef und in der Stadtsparkasse in Aegidienberg stehen ab heute Weihnachtsbäume mit Wunschzetteln, die die Kinder selber geschrieben haben oder die von ihren Eltern ausgefüllt wurden. Wer möchte, kann sich einen oder mehrere dieser Wunschzettel vom Baum nehmen und die darauf stehenden Weihnachtswünsche erfüllen. Nie wird man erfahren, welchem Kind man seinen Weihnachtswunsch erfüllt hat, denn auf den Zetteln stehen nur Nummern. Die Geschenke werden auch nicht bei den Empfängern, sondern im Bad Honnefer Rathaus abgegeben. Mitarbeiter werden sie vor dem Weihnachtsfest verteilen. Nie wird man sehen, wie sehr sich das beschenkte Kind über sein Weihnachtsgeschenk freut. Doch darf jeder der Weihnachtsgeschenk-Spender an Heiligabend gewiss sein, dass er ein Kind glücklich gemacht hat, dass es mit einem Lächeln im Gesicht mit der neuen Puppe oder dem neuen Ball in seinen Armen eingeschlafen ist oder in der Nacht von seinem Spielzeugauto, dem Baukasten oder einem anderen Spielzeug träumt.

Gemeinsam mit allen Beteiligten eröffnete Bürgermeisterin Wally Feiden die diesjährige Aktion. Wie wichtig diese ist, kann man an der Zahl der Wunschzettel erahnen: es sind mehr als 250.

Zwei außergewöhnliche Dinge bekamen die Eröffnungsgäste der Aktion im Rathausfoyer mit:: VdK-Mitglieder um die Vorsitzende Lieselotte Zastrow warteten sichtlich ungeduldig, bis der offizielle Teil des Aktionsstarts vorbei war. Sie waren die ersten am Wunschzettelbaum, um dort den Auftrag des Vorstandes in die Tat umzusetzen: acht Wunschzettel nahmen sie vom Baum. Wer ihnen dabei zuschaute der kann sich vorstellen, mit welcher Freude die Damen die darauf vermerkten Geschenke kaufen und sie anschließend festlich einpacken werden. Am Baum hing auch der Wunschzettel eines fünf Monate alten Kindes auf dem zu lesen war: “Ich bin erst fünf Monate alt, zu klein, um selber einen Wunschzettel zu schreiben. Wenn meine Mama das für mich machen würde, dann würde sie sich für mich sicherlich ein paar schöne, kuschelig-warme Wintersachen wünschen.”

An die Weihnachtswunsch-Erfüller haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung eine ganz große Bitte: An jedem Wunschzettel hängt ein weißer Zettel. Diesen soll bitte jeder sofort mit seinem Namen und seiner Telefonnummer versehen und im Rathaus en der Pforte und in der Aegidienberger Sparkasse bei den dortigen Mitarbeitern abgeben. So kann sicher gestellt werden, dass für jeden Zettel der vom Baum genommen wird auch ein Geschenk abgegeben wird. Denn keines der Kinder soll zum Weihnachtsfest traurig sein, weil es vergeblich auf sein Geschenk wartet.

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Begeistert von der Aktion sind auch die Mitarbeiter des Job-Centers.