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23. Januar 2012 Klääv-Botz-Fahne weht vor dem Stammquartier AEGIDIENBERG. (HH) Kaum jemand erinnert sich noch daran, vor dem Krieg war es, als die KG Klääv Botz ihren letzten Fahnenappell durchgeführt hatte. Die vor zwei Jahren gegründete Ehrengarde, die nun in der zweiten Session aktiv ist, hat die alte Tradition wieder aufgegriffen. Am Samstag hatten die Gardisten zum ersten Aegidienberger Fahnenappell in diesem Jahrtausend zum Wirtshaus Himberg eingeladen, ihrem Stammquartier. Musikalisch leitete der Musikzug der KG den feierlichen Akt ein, Gardisten beleuchteten die Szene dazu mit Pechfackeln. Währenddessen hatten zwei aus der Männertanzgarde die Flagge der 1904 gegründeten KG Klääv Botz vorbereitet und zogen sie auf das Zeichen des Kommandanten Roland Schramm langsam am Fahnenmast in die Höhe, begleitet von der Alaaf-Rufen der Karnevalisten. Lange hielten sich die Uniformierten danach allerdings nicht mehr im ungemütlichen, kühlen und feuchten Freien auf, sie enterten das Stammquartier. Auch drinnen übernahm der Aegidienberger Spielmannszug das musikalische Konzept und stimmte ein paar heiße Rhythmen an. Zwischenzeitlich hatten draußen ein voll besetzter Reisebus und zwei Prinzenkaleschen ihre närrische Fracht ausgespuckt: die Bad Honnefer Stadtsoldaten und das Siebengebirgsprinzenpaar mit seinen Begleitern. Die spielten sich sodann selbst in das Stammquartier der Aegidienberger hinein, von denen sie frenetisch begrüßt wurden. Und hier feierten die Karnevalisten der Klääv Botz mit ihren Gäste weiter, zu denen später viele weitere hinzu stießen, darunter auch Abordnungen der Aegidienberger Ortsvereine. Wie sehr sich Karnevalisten und Gardisten umeinander sorgen mag eine kleine Begebenheit deutlich machen, die sich vor dem Einmarsch der Stadtsoldaten am Eingang zum Stammquartier ereignet hat. Beim Kommiss funktionierte bekanntlich der Buschtelegraf deutlich besser und schneller als die normale Meldekette. Bei den Stadtsoldaten ist das nicht anders. Als die Jungs vom TV Eiche vor dem Stammquartier hörten, dass die KG Klääv Botz 200 Liter Erbsensuppe für das Leibliche Wohl bereitgestellt hatte, kam die besorgte Frage eines kräftig gebauten Stadtsoldaten: ” Und was bekommen die armen Aegidienberger zu essen?” |